In vie­len Berei­chen des Gesund­heits­we­sens wer­den durch die dort täti­gen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter Mehr­ar­beits­stun­den geleis­tet. Die­ses ist auch in der Sozi­al­sta­ti­on Ade­nau – Alte­nahr so. Ihr Chef Uwe Szy­man­ski wür­de ger­ne Abhil­fe schaf­fen, doch neue Kol­le­gen sind schwer bis gar nicht zu fin­den. Und auch von den fünf Aus­bil­dungs­plät­zen bleibt der größ­te Teil aus Man­gel an Bewer­bern unbe­setzt. Dabei boomt die Nach­fra­ge nach Pfle­ge-Dienst­leis­tun­gen. Allein im ver­gan­ge­nen hal­ben Jahr hat die Sozi­al­sta­ti­on 80 neue Pati­en­ten hin­zu­be­kom­men.

Tho­mas Karutz, der für da Amt des Bür­ger­meis­ters für die Ver­bands­ge­mein­de Alte­nahr kan­di­diert, ist zu Gast bei dem kom­mu­na­len mobi­len Pfle­ge­dienst, um sich ein Bild vom Sta­tus Quo und den Her­aus­for­de­run­gen zu machen. Der Lei­ter der Sozi­al­sta­ti­on Uwe Szy­man­ski erklärt ihm: “Auf­grund der Gege­ben­hei­ten unse­rer Regi­on ver­brin­gen unse­re Mit­ar­bei­te­rin­nen viel Zeit auf der Stra­ße, wenn sie von Pati­ent zu Pati­ent fah­ren. Wir sind kon­ti­nu­ier­lich dabei die Fahrt­rou­ten zu opti­mie­ren, um mehr Zeit für die Pfle­ge zu gewin­nen.”

Die Pfle­ge­rin­nen betreu­en vor­wie­gend älte­re, aber auch jun­ge Men­schen, die wegen Krank­heit oder Behin­de­rung Hil­fe bei der Bewäl­ti­gung ihres All­tags benö­ti­gen. Neben der Kör­per­pfle­ge wech­seln die Pfle­ge­rin­nen Ver­bän­de, set­zen Injek­tio­nen und hel­fen bei der Medi­ka­men­ten­ga­be. Je nach Bedarf ver­rich­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen des Mobi­len Sozia­len Diens­tes auch die not­wen­di­gen täg­li­chen Haus­ar­bei­ten, wie Waschen, Kochen und Ein­kau­fen und wer­den so auch zu einer wich­ti­gen Bezugs­per­son für vie­le Pati­en­ten. “85 Pro­zent unse­rer Mit­ar­bei­ter kom­men aus der Regi­on. Daher gibt es bei uns so gut wie kei­ne Schwie­rig­kei­ten bei der Ver­stän­di­gung,” meint Sozi­al­sta­ti­ons-Lei­ter Uwe Szy­man­ski. Das sei sehr hilf­reich, da vor allem die älte­ren Pati­en­ten Dia­lekt spre­chen.

Auf­grund mei­ner eige­nen pri­va­ten und beruf­li­chen Erfah­run­gen weiß ich die Arbeit der Pfle­ge­kräf­te sehr zu schät­zen”, betont Bür­ger­meis­ter-Kan­di­dat Tho­mas Karutz und fügt hin­zu: “Mit der Sozi­al­sta­ti­on hat unse­re Ver­bands­ge­mein­de gemein­sam mit Ade­nau einen her­aus­ra­gen­den kom­mu­na­len Pfle­ge­dienst. Mit Blick auf den demo­gra­fi­schen Wan­del und der immer älter wer­den­den Gesell­schaft, steht für mich fest: Wir müs­sen das Ange­bot der Sozi­al­sta­ti­on nach­hal­tig sichern und aus­bau­en.”